1. April 2019

Creditreform Bochum - Interview mit Philipp Böhme

Neues Gebäude, neues Office-Konzept, neues Arbeiten – Philipp Böhme, Geschäftsführer der Creditreform Bochum Böhme KG, realisierte mit seinem Team in einem Neubau auf 789 Quadratmetern ein offenes Bürokonzept mit 39 Arbeitsplätzen. Sparringspartner waren das Vitra Workplace Development und das Team des vitra. by storeR, Essen/Dortmund. Dabei setzte er konsequent auf Wandel und das mit eigener Handschrift. Der Weg führte zum Ziel: Zufriedenere Mitarbeiter, verbesserte Prozesse – und begeisterte Kunden.

Herr Böhme, warum haben Sie sich für ein offenes Bürokonzept entschieden?

Der Ausstieg eines Seniorpartners gab mir die Chance, meine Vorstellungen konsequent zu verwirklichen. Wir haben ein neues Bürogebäude errichtet. Bei der Suche nach dem richtigen Bürokonzept wurde dann schnell klar, dass unsere offene Unternehmenskultur auch einen offeneren Grundriss erfordert. Die Digitalisierung erfordert erstens gerade in unserer Branche kürzere Reaktionswege. Und Mitarbeiter wollen zweitens mehr Nähe und Kommunikation, mehr Transparenz. Das Team will mitbekommen, was läuft. Das funktioniert nicht in der klassischen Zellenstruktur, aus der wir kommen.

Wie lief der Prozess?

Wir haben ein Gestaltungsteam aus Mitarbeitern gebildet. Diese Gruppe war mit Vitra in Weil und hat sich Objekte vor Ort angeschaut. Gemeinsam haben wir die Strukturen erarbeitet: Wer arbeitet mit wem zusammen? Wie sind die Wege? Wir haben die Prozesse nachvollzogen und abgebildet. Neben dem Vitra Workplace Development haben wir Thilo Weinland und das storeR-Team in das Projekt einbezogen. Der richtige Partner ist ja nicht nur am Anfang wichtig. Wir haben uns zum Beispiel im Prozess plötzlich für einen Parkettboden entschieden, der die Akustik komplett verändert. Das mussten wir durch Schallschutzmaßnahmen ausgleichen.

Gab es bei Mitarbeitern Bedenken?

Ja, je mehr Wände wegfielen, desto größer wurden die Befürchtungen. Inzwischen ist die Stimmung allerdings großartig. Es brauchte eine Eingewöhnungszeit. Die Mitarbeiter merken: Im neuen Büro bekomme ich mehr mit. Hier will niemand mehr zurück in die alten Strukturen. Die Prozesse laufen besser. Übrigens sind auch Kunden begeistert. Wir waren von jeher ein offenes Unternehmen. Jetzt transportiert auch unsere Innenarchitektur diese Werte. Das kommt bei Kunden an.

Es fällt auf, dass Sie sogar auf Rollcontainer verzichten ...

Hier hat jeder Arbeitsplatz eine Materialschublade. Rollcontainer gibt es absichtlich nicht. Das sind die größten Müllhalden, die man aufstellen kann …

Weitere Fotos finden Sie hier: Referenz Creditreform Bochum

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