1. April 2019

Greyfield Group - Interview mit Timm Sassen

In einer Bestandsimmobilie in zentraler Lage realisierte die Greyfield Group um Geschäftsführer Timm Sassen ein offenes Bürokonzept mit 28 Arbeitsplätzen auf 800 Quadratmetern. Das Konzept besticht durch seinen rauen und authentischen Charme. Das Projekt realisierte die Greyfield Group gemeinsam mit dem Vitra Workplace Development und dem Team vitra. by storeR, Essen/Dortmund.

Herr Sassen, wie sahen Ihre Büros vorher aus?

Wir hatten vorher Zellenbüros und sind in unsere Fläche hineingewachsen. Im Zweierbüro saßen plötzlich vier Mitarbeiter. Die Türen waren immer auf. Die hätten wir aushängen können. Die Architektur hat in keinster Weise unterstützt, wie wir arbeiten wollen. Eher behindert.

Bestandsgebäude passen oft nicht zu New Work-Konzepten: lange Flure, viele kleine Zellen ...

Das ist unser Geschäftsmodell. Deutschland ist fertig gebaut. Gerade auch bei Bürobauten. Die vorhandene Substanz ist veraltet. Wir sehen aber die Chancen, die der Bestand bietet. Dieses Gebäude aus den 60er Jahren hat eine perfekte Lage in der Innenstadt. Wenn ein paar Grundparameter wie Statik und Brandschutz stimmen, können Sie aus jedem Bestandsgebäude ein adäquates Büro zaubern.

Wie sind Sie auf Vitra gekommen?

Unser Kerngeschäft sind Immobilien – nicht Einrichtung. Da muss man Profis ranlassen. Dann funktioniert es wunderbar. So wie hier.

Wie haben Sie den Prozess erlebt?

Sehr offen und ehrlich. Wir hier im Ruhrgebiet ticken so und erwarten das auch bei Geschäftspartnern. Daraus entwickelt sich ein Vertrauensverhältnis.

Gab es Bedenken bei den Mitarbeitern?

Viele! Hätten alle sofort „Hurra“ geschrien, hätte mich das gewundert. Freiheit verursacht oft auch Ängste. Wir haben Mitarbeiter von 20 bis 64 Jahren. Man muss auf jeden Einzelnen eingehen. Mit Einzug haben alle schnell gespürt, dass es so bleiben kann.

Sie müssen nirgendwo nachbessern?

Noch nicht. Von 28 Arbeitsplätzen sind aber zurzeit nur 18 belegt. Jedes Büro funktioniert, solange es nicht am Limit ist. Nur gute Büros funktionieren auch, wenn sie voll besetzt sind.

Open Space ändert auch die Arbeitsweise?

Im alten Büro wurde die Kommunikation schwierig. Ich habe etwa als Geschäftsführer nicht mehr jeden Mitarbeiter gesprochen. Hier gibt es viel mehr Austausch. Launen werden dabei aber auch schneller sichtbar. Wenn ich früher miese Laune hatte, habe ich die Tür geschlossen. Jetzt fragen mich die Kollegen, was mit mir los ist. Das fördert den Zusammenhalt und ist ehrlicher.

Weitere Fotos finden Sie hier: Referenz Greyfield Group

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